Crazy Pony: Eine faszinierende Reise in die Welt von Bluegrass, Comedy und Akrobatik

23.​05.​2026

23.05.2026. Manchmal ist es doch verblüffend, was man mit nur zwei Instrumenten und zwei tollen Stimmen auf die Bühne bringen kann. Gepaart mit zahlreichen akrobatischen Einlagen und gewürzt mit viel Comedy und Humor entsteht daraus eine mitreißende Show. Davon konnte sich das Publikum der Goslarschen Höfe am gestrigen Freitag selbst überzeugen.
 

Vor gut besuchtem Haus begeisterten Frank Powlesland und Léa Rovero als Duo Crazy Pony ihre Zuschauer und verstanden es von Anfang an gekonnt, das Publikum beim Mitsingen und bei kleinen humorvollen Aktionen immer wieder mit einzubinden. Vor allem Léa zog die Anwesenden nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit ihrer wunderbaren Mimik in ihren Bann, und sie lenkte allein mit ihren Blicken die Aufmerksamkeit immer wieder auf ihren Duettpartner Frank. Léa spielte die Eigenkonstruktion eines Kontrabasses, viel schmaler und handlicher als das Original und damit gut geeignet für Flugreisen. Vor allem aber war es bei den zahlreichen artistisch-akrobatischen Darbietungen viel besser zu handhaben als ein sperriger Kontrabass.

 

Frank tauschte im Verlauf der Vorstellung immer mal wieder das Banjo gegen die Resonatorgitarre und zeigte sich als Virtuose an beiden Instrumenten. Crazy Pony spielen traditionelle Lieder und Melodien mit einigen Eigenkompositionen im Bluegrass-Stil, die sich durch viel Dynamik und eine Prise Jazz auszeichnen. Alle Songs des Abends waren überzeugend, aber ein besonderes Highlight war doch Franks Eigenkomposition über einen Zug und damit verbunden die Faszination, wie man mit nur zwei Instrumenten einen mal schnell, mal langsam fahrenden Zug perfekt imitieren kann.

 

Mit einem kleinen Gruß an Tennislegende Roger Federer zwängte sich Léa in einer Darbietung mit dem Oberkörper und einem Bein voran durch einen Tennisschläger. Kaum zu glauben und nichts für schwache Nerven. Und auch wenn man dieser schmalen, drahtigen Person diese Akrobatik durchaus zugetraut hat, war man als Zuschauer innerlich doch froh zu wissen, dass im Notfall die Feuerwehr gleich auf dem Nachbargrundstück der Höfe angesiedelt ist.
 

Ein absolut gelungener Abend und eine mitreißende Show mit furiosem Banjo, einem groovigen Bass, wunderschönen Harmonien und vielen Überraschungen haben das Publikum mit auf eine fesselnde Reise genommen. Man würde sich wünschen: Mehr dieser Art auf den Goslarschen Höfen.

 

 

 

Bild zur Meldung: Crazy Pony