„Flamenco entre Amigos“: Feurige Show bei Sommerhitze

27.​06.​2026

  Als wäre es an diesem 26. Juni 2026 mit Temperaturen um 38 Grad nicht schon heiß genug gewesen, lieferte „Flamenco entre Amigos“ zusätzlich eine feurige Show auf den Goslarschen Höfen ab. Frank Fellenberg, Mitglied im Event-Team der Höfe, kündigte das Ensemble an und freute sich besonders darüber, mit „Flamenco entre Amigos“ nach neun Jahren erneut genau diejenige Gruppe wieder auf der Hof-Bühne begrüßen zu können, die seinerzeit das allererste Konzert auf den Höfen gegeben hatte. Betriebsleiter Holger Pape sagte am Rande: „Sie sind sozusagen die Keimzelle unserer Konzert-Events.“

 

Diese Vorschusslorbeeren wären aber gar nicht notwendig gewesen. Von Beginn an spielten sich die drei Vollblutmusiker direkt in die Herzen des Publikums. “Maestro” Pedro Sanz spielte die Gitarre fast den ganzen Abend mit geschlossenen Augen, ganz versunken in die Musik und nahezu eins mit seinem Instrument. Und so konnte man sich schnell dem Eindruck hingeben, man säße mit Freunden bei Gitarrenklängen an irgendeinem Strand von La Palma.
 

Sunny Howard entfachte mit ihrer Geige auf der Bühne die pure Leidenschaft. Teilweise hatte man das Gefühl, Sunny würde sich regelrecht in Trance spielen. Und so bekam sie bei zahlreichen Solo-Einlagen immer wieder begeisterten Zwischenapplaus vom Publikum. Man könnte sie die Teufelsgeigerin von Andalusien nennen – oder eben von La Palma, wo die Gruppe eigentlich beheimatet ist. Sie bediente die Violine mit so viel Power, dass zwischendurch einige Saiten des Geigenbogens gerissen sind.
 

Sängerin Iosune Lizarte strahlte beim Konzert die schiere Lebensfreude aus und faszinierte die Zuhörerschaft mit melancholisch sanften Tönen im Wechsel mit energiegeladener kraftvoller Stimme. Eine Besucherin im Publikum, von Beruf Lokführerin, flüsterte begeistert: „Die ist ja nur positive Energie und Lebensfreude. Die nehme ich mit auf'n Zug.“

 

Das Konzert war geprägt von traditionellem Flamenco, verbunden mit eigenen Kompositionen und modernen harmonischen Einflüssen. Ein Highlight war die spanische Version von „La Mer“ von Charles Trenet aus dem Jahr 1968 – abgewandelt mit einem Hauch Flamenco. Und den Höhepunkt bildete die spanische Variante von „My Way“, die die quirlige Iosune Lizarte mit einer kleinen Flamenco-Darbietung krönte. Frank Sinatra wäre begeistert gewesen. Das anwesende Publikum war es auf jeden Fall. Bleibt zu hoffen, dass man auf ein erneutes Gastspiel auf den Goslarschen Höfen nicht wieder neun Jahre warten muss...

 

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Bild zur Meldung: Flamenco entre Amigos | Juni 2026